Die Curie

Der älteste Sitz des Senats im alten Rom, die Curia Ostila, befand sich wahrscheinlich an der Stelle, an der heute die Kirche Santi Luca e Martina steht. Das große Gebäude aus Mauersteinen, das heute als Curia bekannt ist, war hingegen der neue Sitz des Senats, der von Julius Caesar errichtet, aber erst 29 v. Chr. im Kaiserreich des Augustus fertiggestellt wurde.
Im 7. Jh. wurde das Gebäude zu einer Kirche umgebaut und wir verdanken es dieser Tatsache, das es vom Verfall verschont wurde. In den dreißiger Jahren des 20. Jh. wurde das Aussehen wiederhergestellt, das die Curia nach den, von Kaiser Diokletian geforderten Restaurationsarbeiten angenommen hatte. Das Innere der Curia besteht aus einem einzigen Raum von fast 500 m², bei einer Deckenhöhe von 21 Meter.
Der Marmorfußboden ist mit Intarsienarbeiten versehen und stammt teilweise noch aus dem Zeitalter des Diokletian, ebenso wie die architektonischen Wanddekorationen. An den Längsseiten befinden sich die Stufen, auf denen die Sitze der Senatoren gewesen sein müssen (ca. 300), während auf der einen Endseite noch das Podium zu sehen ist, das für den "Präsidenten" bestimmt sein musste. Bei den Bronzetüren handelte es sich um Kopien der Originale des Diokletian-Tempels, die im 17. Jh. in die Kirche San Giovanni in Laterano gebracht wurden, wo sie noch heute da, Hauptportal der Basilika schmücken.