Kaiserforen

Am Ende der römischen Republik, als Rom Hauptstadt eines sich von Gallien (heutiges Frankreich) bis nach Syrien ausbreitenden Reichs geworden war, erschien das antike Forum Romanum als repräsentatives Zentrum und Verwaltungsstand ort nicht mehr ausreichend. Ans diesem Grund gab Julius Caesar Anlass zur Errichtung eines neuen monumentalen Komplexes, der Anfangs nur als Erweiterung der alten Piazza angesehen werden konnte, sowie zu einigen radikalen Veränderungen innerhalb des Forums. In den darauffolgenden hundertfünfzig Jahren wurde also, durch die zahlreichen Kaiser die neue architektonische Anlage gebaut, die Kaiserforen genannt werden und in denen das Regierungszentrum des Staates seinen Sitz hatte. Die urbanistische Planung betraf ca. 9 Hektar Land, wobei es sich größtenteils um Privatbesitz handelte, auf dem schon Häuser standen. Das Land musste aufgekauft werden und die vorhandenen Gebäude wurden abgerissen. Es wird deutlich, dass die Kosten dieses Unternehmens, wenn sie auch mit der Zeit geringer wurden, trotzdem von astronomischer Höhe waren. In den Kaiserforen, die mehrere Jahrhunderte lang das Zentrum des städtischen Lebens bildeten, wurden mit Vorliebe Statuen oder Inschriften zu Ehren der hohen Staatsmänner und siegreichen Helden angefertigt. Hauptsächlich jedoch, bot die große Anlage den erforderlichen Platz für die öffentlichen und religiösen Zeremonien, mit denen sich der römische Staat seinem Volk und Untertanen majestätisch präsentierte.