| Schutzbewaffnung
Helm (Galea oder Cassis) Panzer (Lorica) Schild (Scutum) |
Kleidung und Schuhwerk
Tunika (Tunica) Militärmantel (Paenula) Wollschal (Focale) Militärgürtel (Cingulum Militare) Soldatenstiefel (Caligae) |
| Angriffsbewaffnung
Wurfspeer (Pilum) Schwert (Gladius) Dolch (Pugio) |
Sonstige Ausrüstung / Marschgepäck
Gewicht |
Die Tunica war das Grundkleidungstück aller Römer, Zivilisten wie Soldaten.
Am besten kann man die Tunica mit einen überlangen T-Shirt vergleichen, dass bis zu den Knien, oder bei Zivilisten auch darüber geht.
Der Legionär trug gewöhnlich zwei Tuniken, eine leinene Untertunika und eine aus rotem, gewalgten Wollstoff bestehende Obertunika.
Die Untertunika erfüllt die Funktion der Unterwäsche, da Leinen hautfeundlich, kühlend, weich und Schweiß bindent ist.
Die robusten Wolltuniken wärmten vortrefflich und schützen vor Prellungen im Gefecht. Mehr...
Dieses, auch von der Zivilbevölkerung gerne getrage, Kleidungstück bestand ähnlich wie die Obertunika aus dickem, gewalgtem Wollstoff. Die Paenula ist halbkreisförmig geschnitten und wird vorne vom Hals bis zur Höhe der Magengrube zugenäht, mit Riemen verschlossen oder mit Fibeln zugesteckt. Am Nacken ist eine spitz zulaufende Kapuze (capitium) angenäht.
Wollschal (Focale)
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Die Caliga war eine überaus robuste Sandale aus starkem Rindsleder das an den Sohlen mit 80-90 Eisennägeln besetzt war. Man geht davon aus, das sie sich aus einen in Streifen geschnittenen Lederschuh entwickelt hat.
Sandalen statt geschlossene Schuhe zu tragen hat entscheidene Vorteile, der Fuss ist gut belüftet und schwitzt daher nicht, Blasenbildung wird verhindert. Desweiteren trocknet die Caliga schnell und man kann auch mal problemlos einen Fluss durchwarten (der Legionär hatte ja nur dieses eine Paar Schuhe!). Für sehr kalte Gefilde wie Germanien oder Britannien gab es eine Mischung aus Strumpf und Garmasche, die sogenannte tibialia (nach tibia, das Schienbein). Mehr... |
Seit dem 2. Jh. v. Chr. setzt sich der Montefortino-Helm durch. Er ist der klassische Helm der Republik. Gegen Ende des Bürgerkriegs setzt sich bronzene Coolus-Helm durch, der bald durch eine eiserne Version abgelöst wird. Er ist gallischen Ursprungs und wird gegen Ende der Regierungszeit des Tiberius (zirka 30 n. Chr.) durch den kaiserlich-gallischen Helm ersetzt, der heute allgemein als römischer Legionärshelm schlechthin gilt.
Die Crista des einfachen Legionärs wurde nur bei Paraden montiert, der Centurio trug sie jedoch auch im Kampf, aber um 90 Grad gedreht (crista transversa).
In der römischen Armee gab es mehrere, verschiedene Panzerarten:
Der gewölbte, rechteckige Schild der Kaiserzeit, war mehreren Schichten übereinander gelegter Brettchen gefertigt, einer Art Sperrholz. Der Griff und die Hand wurden von einem metallernen Schildbuckel (umbo) geschützt. Das Scutum war weiter mit Leder oder Leinen bezogen und an den Rändern mit Metall eingefasst.
Die Hauptwaffe des römischen Legionärs war das (Kurz-) Schwert, der Gladius. Es wurde von Keltiberern übernommen und wird deshalb auch oft "spanisches Schwert" genannt. Der Gladius ist beidseitig geschliffen aber in erster Linie eine Stich-und keine Hiebwaffe.
Der Gladius tritt in zwei verschiedenen (nach den Fundorten benannten) Typen
auf, der Typ "Mainz" hat eine verjüngte, fast stromlinienförmige Klinge, der Typ "Pompeii" hat eine gerade Klinge mit abgekanteter Spitze (Foto). Typ "Mainz" mit einem flachen Schwertknauf wurde gewöhnlich am Cingulum getragen, Typ "Pompeii" mit einem kugeligen Schwertknauf am Balteus (Schulterriemen). Der Legionär trug den Gladius auf der rechten (nicht auf der linken) Seite, so konnte er das Schwert auch in geschlossener Formation ziehen ohne seine Deckung (das Schild) zu öffnen oder seinen Nachbarn zu behindern. Der Centurio und alle höheren Offiziere trugen den Gladius auf der linken Seite. Den Pugio jeweils auf der anderen Seite.
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